Der Frauen-Rat

oder 'Was es aus Frauensicht für ein gutes Leben im Ort braucht'

Ein Modell-Projekt für die gezielte Beteiligung von Frauen in der Gemeinde


Frauen gezielt an der Gemeindeentwicklung beteiligen – unbedingt, aber wie?


Eines ist klar

Frauen gestalten das Bild unserer Kommunen und unserer Gesellschaft durch ihre Handlungen und Entscheidungen sehr wesentlich. Vielfach gut ausgebildet übernehmen sie immer noch einen Großteil der Familienleistungen und verbringen dadurch mehr Zeit in der Gemeinde. Sie sind es meist, die über Nah- oder Fernversorgung entscheiden, die ihre Kinder in Vereinen anmelden, die durch ihr Vorbild das soziale Leben ihrer Familien prägen, die Nachbarschaftshilfe betreiben, im Elternverein mitwirken...

In den verschiedenen Entscheidungsgremien von Gemeinden und im politischen Alltag treten Frauen hingegen deutlich weniger in Erscheinung. Dabei ist gerade die Sicht der Frauen auf den Lebensraum Gemeinde, ihr Engagement, ihre Mitsprache und Mitgestaltung gefragt, wenn es darum geht, eine Gemeinde zukunftsfähig zu gestalten und alle Lebensbereiche und Themen zu berücksichtigen.
Wir wissen aus vielen Untersuchungen und Studien: Damit sich Frauen aktiv in die Gestaltung ihrer Gemeinde einbringen, braucht es gezielte Ermutigung und Einladung und vor allem neue „Begegnungs- und Gestaltungsräume“ abseits von Parteipolitik und zermürbender Sitzungspraxis. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee des Frauenrates.

Der Frauenrat – ein Modell für gezielte Frauenbeteiligung

Der Frauen-Rat bietet Frauen die Möglichkeit, sich in ihrer Gemeinde in einem überschaubaren Rahmen einzubringen, ihre wichtigen Themen und Anliegen aufzuzeigen, Ideen einzubringen, mitzureden und ihre Gemeinde - ihren unmittelbaren Lebensraum - mitzugestalten.

4 Bausteine – ein knackiger Prozess

  1. Resonanzgruppe – Planung, Abstimmung
    Im Vorfeld des Frauenrates trifft sich eine Resonanzgruppe, in der alle Fraktionen, aber auch Personen aus Pfarre, Vereinen, Wirtschaft, sonstigen Organisationen vertreten sind. Diese Resonanzgruppe entscheidet über organisatorische Details rund um den Frauenrat und die Präsentationsveranstaltung, über die begleitende Öffentlichkeitsarbeit, aber auch über den Umgang mit den Ergebnissen.

  2. Durchführung des Frauenrates
    Der Frauenrat selbst findet einen Tag lang (9h – 18h) in der Gemeinde statt und umfasst ein gemeinsames Mittagessen. Bei Bedarf wird für Kinderbetreuung in dieser Zeit gesorgt. Durch die Zufallsauswahl der Teilnehmerinnen (ähnlich Schöffenauswahl) treffen Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebensmodellen, mit unterschiedlichen Ausbildungs- und Erfahrungshintergründen aufeinander und führen einen strukturierten Austausch darüber, was aus ihrer Sicht für ein gutes Leben in der Gemeinde wichtig ist. Sie formulieren gemeinsam ihre wichtigen Stoßrichtungen und Lösungsideen.

  3. Öffentliche Präsentation
    Die Ergebnisse des Frauenrates werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung durch die Frauen selbst (mit Unterstützung der Moderatorinnen) vorgestellt, die Ideen mit allen Teilnehmer/innen diskutiert, ergänzt und weiterentwickelt. Es finden wichtige Gespräche und Begegnungen statt.    

  4. Resonanzgruppe – Weitere Schritte
    Im Anschluss an den Frauenrat und die Präsentationsveranstaltung werden die Ergebnisse im Rahmen eines Workshops mit der Resonanzgruppe (und evt. betroffenen Ausschüssen der Gemeinde, Gruppen, Vereinen, Initiativen…) reflektiert und Umsetzungsschritte geplant. Dabei werden auch die Einbindung und der Informationsfluss zu den Frauen aus dem Frauenrat und in Richtung Gesamtbevölkerung geplant.

     

Der Frauen-Rat…

  • macht wichtige Themen, Anliegen und Bedürfnisse von Frauen in der Gemeinde sichtbar.
  • bietet Frauen Raum zum „Mitreden und Mitgestalten“ in der Gemeinde.
  • fördert den überparteilichen Dialog, Transparenz und Hierarchieabbau in der Gemeinde.
  • lädt durch die Zufallsauswahl Frauen verschiedensten Alters und Lebenshintergrundes ein.
  • bietet ein familienfreundliches und alltagstaugliches Workshop-Setting (Kinderbetreuung).
  • ist überparteilich und überkonfessionell.


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