„Kinder.Leben in Unterach"

Bild: „Kinder.Leben in Unterach"

 

„Kinder.Leben in Unterach" – in der Gemeinde Unterach werden Kinder beteiligt

„Warum sind Kinder für einen Ort wichtig?“, lautete die Frage beim Start des Kinderpartizipationsprojekts „Kinder.Leben in Unterach“. Ohne lange zu überlegen kamen die Antworten der 6-10 Jährigen:

 

„Weil Kinder immer so fröhlich sind und Erwachsene durch Kinder fröhlich bleiben“

„Weil Erwachsene jemanden brauchen, auf den sie aufpassen können“ und

„Weil es ohne Kinder in einem Ort langweilig ist“.


„Kinder gestalten Gemeinde mit“ – unter diesem Motto fanden im Mai und Juni insgesamt fünf kreative Schulworkshops statt. Das Projekt setzte Musikpädagoge William Castrillón und Gemeinwesenarbeiterin Julia Soriat in Zusammenarbeit mit dem Lehrerteam der UNESCO Volksschule Unterach im Rahmen des Agenda 21 Prozesses in Unterach am Attersee und mit Unterstützung der LEADER-Region REGATTA um. Die Kinder erhielten über das Projekt die Möglichkeit, ihre Sichtweisen und Ideen für den Ort einzubringen und diese der Bevölkerung und Gemeindevertretung vorzustellen.

Krönender Abschluss war die Präsentation beim 1. Unteracher Kinderforum, bei dem die Kinder ihre Kunstwerke und Ergebnisse zeigten und ihre Projektideen vorstellten und mit den zahlreich erschienen Erwachsenen und Gemeindevertretern diskutierten.

Die Kinder haben überzeugt: Einige Erwachsene unterstützen die Kinder nun als Projektpaten bei der Umsetzung ihrer Ideen für Unterach. Insgesamt wurden sechs Anliegen der Kinder dadurch aufgenommen.

  • So soll ein Ortsplan mit Lieblingsplätzen aus Kindersicht entstehen, damit sich auch andere Kinder im Ort zurechtfinden.
  • Den Kindern war außerdem die Verschönerung eines Parkplatzes mitten im Ortszentrum ein Anliegen, was nun im nächsten Schuljahr über die Leitung des Horts gemeinsam mit den Kindern verwirklicht werden soll.
  • Ebenso werden nun Ideen der Kinder für die Renovierung eines alten Hauses am Hauptplatz in einem Bürgerprojekt mitgedacht.
  • Eine Bürgerin möchte sich nun animiert von den Kinderängsten dafür einsetzen bestimmte Kreuzungen an der Bundesstraße für die Kinder sicherer zu machen und ein weiterer Bürger setzt sich im Namen der Kinder nun für ihr Anliegen einer längeren Rutsche in den Attersee ein.


Die Gemeinde möchte auch zukünftig Kinder und Jugendliche stärker in die Ortsentwicklung miteinbeziehen, ihnen Gehör verschaffen und ihre Anregungen, Ideen und Sichtweisen ernstnehmen. Geeignete Modelle der Beteiligung von Kindern im Volksschulalter für Anliegen, die eine ganze Gemeinde betreffen, sollen gefunden und erprobt werden. Das Projekt „Kinder.Leben in …“ soll in Zukunft auch in anderen Gemeinden umgesetzt werden.

Erfreulich ist außerdem, dass die Schule für das Projekt vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit dem Staatspreis für Schule und Unterricht 2018 für „Innovative Projektarbeit“ ausgezeichnet wurde.

Nähere Informationen:

  • Julia Soriat und William Castrillón
    Agenda 21 Unterach am Attersee und Verein Taki Pacha
    4866 Unterach
    T: 0664 / 842 9772
    E-Mail: julia_soriatsymbolyahoopunktde

 

 

 

 

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