Best Practice Beispiel: "Haus der Familie"

Bild: Best Practice Beispiel: "Haus der Familie"

 

Mit der Umgestaltung des ehemaligen Berger-Gemeindeamtes zum Haus der Familie hat die Gemeinde Rohrbach-Berg einen Ort geschaffen, der Eltern, PädagogInnen, TherapeutInnen und vor allem Kinder zusammenbringt um möglichst früh, gemeinsam daran zu arbeiten, Familien und Kinder in ihrem Alltag zu unterstützen.

Es ist ein Haus, das Eltern und Kindern wertvolle Angebote bietet – ein Haus für Begegnung, Bildung, Beratung und Unterstützung. Im Haus der Familie befinden sich Räume für Kinderbetreuung, Eltern-Kind-Gruppen, Elternberatung und Praxisräume für Psychotherapie, Logopädie und Ergotherapie. In diesem gemeinsamen Haus entstehen wertvolle Synergien, werden Hemmschwellen leichter überwunden und Kooperationen begünstigt. Über die Nähe zur Kinderbetreuungseinrichtung werden für Eltern entsprechende Angebote leichter zugänglich gemacht und frühe Beratung und Hilfe ermöglicht. Dies führt zur verbesserten Frühprävention und ist Beitrag für mehr Familienfreundlichkeit in unserer Gemeinde.

Eröffnung im Juni 2018: Am 23. Juni 2018 wurde die im Erdgeschoß neu eingerichtete Krabbelgruppe und die zusätzlichen Räume für den Kindergarten Berg feierlich eröffnet und unser Haus der Familie vorgestellt. An der, von den Kindern herzlich gestalteten Eröffnungsfeier nahmen viele Eltern, Besucher und Ehrengäste teil. Für die Kinder gab es ein buntes Programm mit Spielstationen, Hüpfburg, Glücksrad, Englischtheater und Luftballonstart und die Besucherinnen und Besucher konnten sich von der ansprechenden Gestaltung der Räumlichkeiten überzeugen und sich mit den Mieterinnen bekannt machen.


Ziele aus dem Konzept „Haus der Familie“:

  • Chancengleichheit für Kinder von Anfang an
  • Direkte und einfache Zugangswege zu unterschiedlichen Beratungsangeboten und Serviceleistungen für die Familien
  • Kompetenzerweiterung für Familien in pädagogischen Fragen
  • Angebote der Elternbildung zur Unterstützung der Familien
  • Hilfe zur Selbsthilfe- Unterstützung durch individuelle- und Gruppenangebote
  • Begegnungsräume zur Erwachsenenbildung und Nachbarschaftszentren als Verbindung zwischen Kulturen und Generationen
  • Angebot zur Integration von Familien mit Migrationshintergrund und mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen



Beteiligte im Haus der Familie:
Vertreter der Stadtgemeinde, Bürgerinnen und Bürger, Kinder, KindergartenpädagogInnen, SpielgruppenleiterInnen, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin, Diplomierte Logopädin, Ergotherapeutinnen.

Erfahrungsberichte aus dem Haus der Familie:

Leiterin des SPIEGEL-Treffpunkts: „Im Sommer 2018 ist der SPIEGEL-Treffpunkt ins Haus der Familie eingezogen. Seither kommen Mütter, Väter und Großeltern mit ihren Kindern zu den Eltern-Kind Gruppen ins Haus der Familie. In jeder der vier Spielgruppen und im Baby-Treff befinden sich zwischen neun und elf Kinder mit ihrer Mutter / ihrem Vater. Die Kinder verbringen jeweils zwei Stunden beim Spielen, Entdecken und Ausprobieren. Besonders gerne schauen sie aus dem Fenster in den Garten des Kindergartens und beobachten die größeren Kinder beim Spielen. Der Kindergarten ist nichts Fremdes und der spätere Eintritt in den Kindergarten wird dadurch erleichtert. Der SPIEGEL-Treffpunkt im Haus der Familie ist ein Andock-Punkt für junge Eltern. Die Kinder und ihre Eltern stehen im Mittelpunkt. Die Eltern-Kind-Gruppen sind vor dem Kindergarteneintritt oft der erste Kontakt für Kinder, um soziales Verhalten mit gleichaltrigen Spielgefährten kennen zu lernen.“

Mutter von zwei Kindern: „Das Haus der Familie ist für mich ein schöner Treffpunkt zum Wohlfühlen für Familien mit Kindern in jeder Altersgruppe. Krabbelgruppe, Spielgruppe und Kindergarten in einem Gebäude machen es möglich, dass sich die Kinder nicht so oft an eine neue Umgebung gewöhnen müssen. Die schön gestalteten Räume laden zum Spielen, Kennenlernen und Austauschen ein.“

Zweifache Mutter und Spielgruppenleiterin: „Ich finde es toll, dass es in meinem Heimatort ein Haus mit vielen Angeboten für die Familie gibt. Alles unter einem Dach zu haben hat für mich viele Vorteile. Meine Tochter bringe ich Montagfrüh in den Kindergarten der im Erdgeschoss ist. Mein kleiner Sohn und ich gehen danach in den 1. Stock zur Spielgruppe, welche ich auch leite. Die Spielgruppe wird von anderen Müttern und deren Kindern sehr geschätzt und das Angebot gut angenommen.“

Kindergartenteam: „Das Haus der Familie ist sehr belebt. Es entstehen Berührungspunkte und erste Kontakte mit Eltern und Kindern, welche die Spielgruppe besuchen. Diese Eltern und Kinder kennen das Haus schon und somit ist beim Einstieg in den Kindergarten / in die Krabbelgruppe bereits so manches bekannt. Als große Bereicherung empfinden wir auch die Zusammenarbeit mit der Logopädin, welche teilweise auch vormittags mit den Kindern arbeitet. Da sie somit auch manchmal im Kindergarten anzutreffen ist, kommen so bereits alle Kinder in Kontakt mit ihr.“

Kindergartenkind, 6 Jahre: „Da oben hods amoi a Kino geben des woa cool. Logopädin is ah do und Spielgruppe. Und a Krabbelgruppe hom ma ah.“

Dipl. Logopädin: „Das Gebäude, die Grünanlagen, die Fahne und die Beschilderung im Außenbereich hinterlassen gleich beim ersten Anblick einen sehr professionellen Eindruck. Der großzügige Eingangsbereich mit Blick in die Krabbelgruppe und der helle, freundliche mit selbstgemalten Kinderbildern gestaltete Wartebereich nimmt den Kindern etwas von ihrer Angst hierher zu kommen. Auch von den Eltern wurden das Büro und das Angebot an Parkplätzen wohlwollend zur Kenntnis genommen. Der Kontakt zum Kindergarten ist intensiver geworden, ich kann Informationen bzgl. der Kinder einholen oder weitergeben. Irgendwie fühlt man sich dazugehörig und diese Zugehörigkeit kannte ich bisher nicht.“

Klinische- und Gesundheitspsychologin: „Als Mieterin im Haus der Familie ist es mein Ziel, dieses Haus mit Leben zu füllen. Mit Leben in all seinen Facetten – denn genau damit bin ich als Psychologin konfrontiert. Mit enttäuschten Erwartungen, mit fehlenden Perspektiven aber auch mit viel Hoffnung, Zusammenhalt und Liebe. All diesen Gefühlen bietet das Haus der Familie einen sicheren Platz. Rat- und Hilfesuchende Menschen kommen mit den unterschiedlichsten Anliegen und finden hier Beratung und Unterstützung – die mittlerweile gerne in Anspruch genommen wird.“

Stadträtin für Familie, Bildung und Integration: „Es ist eine wunderbare Sache, dass das ehemalige Gemeindeamt Berg ein Haus für unsere Familien wurde. Ein Haus für herzliche Begegnungen, wertschätzende Beratung, Herzensbildung, liebevolle Betreuung und achtsame Begleitung – dafür steht das Herz im Haus der Familie.“  


Weitere Vorgehensweise:
Ziel ist es, eine noch engere Vernetzung aller Beteiligten zu schaffen und gemeinsam ein Bildungs- und Veranstaltungsprogramm für das Kalenderjahr zu erstellen. Regelmäßige Austauschtreffen von Eltern, Pädagoginnen und Therapeutinnen sind Basis für eine intensive Zusammenarbeit und wertvolle Kooperationen zum Wohle der Kinder, Eltern und Familien.

 Nähere Informationen:

  • Kontaktdaten:
    HAUS der Familie
    Bahnhofstraße 29
    4150 Rohrbach-Berg

  • Ansprechpersonen:
    Stadträtin Bettina Stallinger
    Amtsleiterin Mag. Karin Fellhofer
    Telefon/Fax:  +0043 7289 6255 110
    E-Mail: fellhofersymbolrohrbach-berg.ooe.gvpunktat

 

Bildquelle: © Stadtgemeinde Rohrbach-Berg

 

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