Best Practice Beispiel: "JES" in Laakirchen

Bild: Best Practice Beispiel: "JES" in Laakirchen

 

Auf der Suche nach sinnvollen Freizeitangeboten für junge Erwachsene ist man vor sechs Jahren in Laakirchen auf die Idee gekommen, junge Menschen in den Sommermonaten für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Gemeinde zu gewinnen.

 

 


"JES" nennt sich das Programm, die Buchstaben stehen für "jung, engagiert und sozial".

"Unser Ziel war, in den Ferien auch etwas für junge Leute von 13 bis 17 Jahren anzubieten, denn die sind in dem Alter zu groß für unseren Ferienpass, in der Regel aber noch zu jung für einen Ferialjob", sagt die Jugendbeauftragte der Gemeinde Anna Pühringer, BA.

Initiiert wurde das Projekt von Vizebürgermeisterin und damaliger Jugendreferentin Maria Ohler gemeinsam mit der Abteilung für Kultur & Generationen der Stadt Laakirchen.

Seit 2013 bietet die Stadtgemeinde den jungen Laakirchnerinnen und Laakirchnern nun die Gelegenheit, in den Ferien in verschiedensten Institutionen zu helfen. Die Jugendlichen können sich dabei aussuchen, wo sie mitarbeiten wollen – angefangen vom Kindergarten bis zum Seniorenheim, dem Bauhof oder der Bücherei. Weiters werden jedes Jahr verschiedene Workshops und Präventionsvorträge angeboten, so zum Beispiel ein Selbstverteidigungskurs, ein Vortrag der Schuldnerberatung oder ein Besuch beim Roten Kreuz mit Erste Hilfe Schnupperkurs.

  • Punkte und Preise zur Belohnung

Wie lange und wie oft sie das tun, ist den Jugendlichen selbst überlassen, "bezahlt" wird mit Punkten. "Mit denen können sich die Jugendlichen dann eine Belohnung aussuchen. Die Sachpreise reichen dabei vom Jausen- oder Kinogutschein bis hin zu einer Saisonkarte fürs Laakirchner Freibad", erzählt Pühringer. Die Aktion komme bei allen Beteiligten gut an. "Den Jungen gefällt’s, weil sie so in mehrere Berufe hineinschnuppern können – und die Betriebe und Institutionen sind froh über die zusätzlichen, engagierten Helfer."

  • Sozialzertifikat für besondere Teilnehmer

Für die engagiertesten Jugendlichen gibt es am Ende des Sommers noch eine zusätzliche „Belohnung“. „Wir arbeiten eng mit den beteiligten Einrichtungen zusammen und erhalten dadurch auch Feedback, wie sich die Helfer engagieren.“ Die fleißigsten und engagiertesten Helfer werden zum Abschluss des Projektes zu einem Ehrungsabend eingeladen. Hier wird ihnen vom Bürgermeister der Stadt Laakirchen gemeinsam mit dem Jugendreferenten ein Sozialzertifikat für das Engagement für die Gemeinde überreicht. „Wir haben von Teilnehmern bereits das tolle Feedback erhalten, dass dieses Sozialzertifikat bei Bewerbungen einen besonderen Eindruck hinterlässt“, so Pühringer. (had)

Nähere Informationen:

 

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