Exkusion: Sorgende Gemeinde
Mit einem kleinen Koffer hin – und mit einem Anhänger voller Ideen zurück
Anfang Juli machten sich Mitglieder der Nachbarschaftshilfe-Vereine ZEITBANKplus gemeinsam mit interessierten und engagierten Menschen aus ganz Österreich auf den Weg nach Bayern und Baden-Württemberg. Ziel unserer Exkursion war es, erfolgreiche Best-Practice-Beispiele für Sorgende Gemeinschaften und „Hilfe von Haus zu Haus“ kennenzulernen und aus erster Hand zu erfahren, wie gelebte Nachbarschaftshilfe vor Ort gelingen kann.
Unsere Reise führte uns nach Riedlingen, Rammingen und Mönchweiler. Dort begegneten wir Menschen, die mit viel Engagement, Beharrlichkeit und guten Ideen Strukturen geschaffen haben, in denen gegenseitige Unterstützung und ein gutes Miteinander ganz selbstverständlich zum Alltag gehören.
Besonders wertvoll war der persönliche Austausch: Wie entstehen solche Initiativen? Was braucht es, damit Menschen sich beteiligen? Welche Angebote haben sich bewährt? Und wie können Gemeinden, Vereine und engagierte Bürger:innen gemeinsam Rahmenbedingungen schaffen, damit Menschen möglichst lange gut und selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können?
Dabei wurde einmal mehr deutlich: Es braucht nicht immer große Strukturen, um etwas zu bewegen. Oft sind es engagierte Menschen, tragfähige Netzwerke und viele kleine, konkrete Schritte, aus denen mit der Zeit etwas Großes wächst.
Das schönste Fazit unserer Reise brachte eine Teilnehmerin mit einem Augenzwinkern auf den Punkt:
„Mit einem kleinen Koffer sind wir gekommen und mit vielen, vielen Ideen und so viel Motivation und Inspiration fahren wir nach Hause, dass der Bus einen Anhänger braucht!“
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Lubinger Eva Maria
Genau darin liegt für uns der besondere Wert solcher Exkursionen. Sie ermöglichen nicht nur einen Blick über den eigenen Tellerrand, sondern bringen Menschen miteinander ins Gespräch, machen erprobte Lösungen sichtbar und zeigen, was alles möglich ist.
Und immer wieder entstehen schon auf der Heimfahrt die ersten Gedanken: Was davon könnten wir bei uns umsetzen? Was passt zu unserem Ort, unserer Gemeinde oder unserem Verein? Und welche ganz neue Idee könnte daraus entstehen?
So endet eine Exkursion nicht mit der Rückkehr nach Hause. Im besten Fall beginnt dort erst etwas Neues. Denn Inspiration wird besonders wertvoll, wenn aus ihr konkrete Projekte für ein sorgendes, solidarisches und lebenswertes Miteinander vor Ort entstehen.
Interesse an unseren Exkursionen? Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf unter sekretariat@spes.co.at
